Was bewegt den Menschen im Leben?

Diese Frage stellen sich Denker, Philosophen, Politiker, Mediziner, Psychiater, Lehrer … schon immer. Und wir stehen heute vor einem breiten Spektrum möglicher Antworten: Einige sagen, der Mensch werde von körperlichen Trieben beherrscht. Andere sagen, es sei das Streben nach Macht, was den Menschen antreibt. Wieder andere meinen, der Mensch solle sich selbst verwirklichen. Auch Parolen wie „Geld regiert die Welt“ sind uns vertraut. Freiheit, Gesundheit, Frieden, Glück … all das sind Motive, die im Leben eine mehr oder weniger große Rolle spielen können.

 

Aber was ist das Wesentliche?

Der Wiener Psychiater und Philosoph Viktor Frankl bietet hier Antworten, die sich vom vorherrschenden Zeitgeist abheben. Das Wesentliche faßte Frankl in den drei Säulen der Logotherapie zusammen:

– der Mensch besitzt einen angeborenen Willen zum Sinn

– der Mensch hat einen freien Willen Sinn, diesen Sinn zu verwirklichen

– das Leben hat Sinn, unabhängig von äußeren Umständen.

 

Frankl entwickelte diese Gedanken Mitte der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts.

Und schon kurz darauf wurden seine Theorien durch das Schicksal auf die Feuerprobe gestellt: Viktor Frankl erlebte die Konzentrationslager Theresienstadt, Auschwitz und Dachau, ohne daran innerlich zu zerbrechen.

 

Vielmehr wurden die leidvollen Erfahrung zum Experimentallabor für die Logotheapie:

Körperlich starke Menschen flüchteten in den Tod; ehemals Erfolgreiche verloren allen Mut;  Fromme verloren den Glauben. Aber auch das Gegenteil kam vor: Scheinbar Schwächliche wuchsen über sich hinaus; scheinbare Versager fanden Kraft zum Überleben und halfen auch anderen am Leben zu bleiben.

 

Wie war dies möglich?

Viktor Frankl berief sich oft auf ein berühmten Zitat von Friedrich Nietzsche: “Wer ein WARUM zum Leben hat, erträgt fast jedes WIE”.

Dieser Gerdanke wurde zu einem Leitmotiv der Logotherapie (was freilich nicht bedeutet, daß die Logotherapie in allen Punkt mit Nietzsche übereinstimmmt.)

„Die vollen Scheunen der Vergangenheit“ – diese Metapher von Viktor E. Frankl gibt ein völlig anderes Bild über das Altern. Viktor E. Frankl sieht das Altern als Quelle der Ressourcen, Erfahrungen, als einen weiteren Ausgangspunkt für Einstellungswerte, als Prozess des Mensch-Seins und –Werdens.

Die gemeinsam mit dem RGLE und der Föderation Logotherapie Profession Europa (FLP-EU) neu entwickelte Konzeption unterscheidet sich von anderen Methoden Thema im wesentlichen durch zwei Punkte: einerseits durch die Werte- und Sinnorientierung der Lehrgangsinhalte, andererseits durch das Anerkennen des Alters als Benefit und nicht als Ausdruck von Defizit.

Unsere Schwerpunkte

Kommunikation mit älteren Menschen. Wie kann und soll die Sinnorientierung gelebt werden?

- Umgang mit Erinnerungen. Persönlichkeitsstörungen, Somatogene Pseudoneurosen. Sucht. Sexualität und Liebe. Aussöhnung mit dem Leben und Sterben. Narrative Logotherapie. Prinzip Hoffnung. Wie erlebe ich mich in meinem Leben?

- Psycho-physiologische Alterungsprozesse. Charakter und Persönlichkeit im Alter.

Was hilft dem Menschen, sich mit dem Leben auszusöhnen und sich selbst im So-Sein anzunehmen?

- Logotherapeutische Krisenintervention und Prävention. Ängste. Frustration und Aggression,

- Was braucht der alte Mensch? Therapeutische Massnahmen; Lebensmotivation und Sinnfindung Hoffnung; Geborgenheit; Berührung, Entspannung, in sich Ruhen; Traumata vergangener Jahre (Verlust, Krieg) Ängste.

 

Kommunikation mit Angehörigen, medizinischem und pflegerischem Fachpersonal. Beratung und Therapie

- Stress- und Konfliktmanagement,

- Was hilft dem Menschen, Sinnfragen positiv zu beantworten und nicht in aggressives, resigniertes oder dauer-unzufriedenes Verhalten abzugleiten und dort zu verharren; und falls doch, wie kann dieses Verhalten werte-orientiert gewandelt werden?

- Psychohygiene des helfenden Personals; Stressmanagement, Burnout-Prävention, Noopsychosomatik. Distanzfähigkeit zum „schwierigen alten Menschen“.

 

 

 

Die logotherapoitische Betreuung

älterer Menschen

Zu allen Zeiten hatte die Frage nach dem Sinn höchste Priorität.

Der Mensch kann nur dann entschlossen handeln, wenn er sein Tun nicht als sinnlos empfindet. Auch wenn er nicht immer gleich erkennen kann, was genau der Sinn der Sache ist, so muß der dennoch spüren, dass es immerhin „etwas“ an der Sache gibt, das ihn anspricht und bewegt.

Somit findet der Mensch den Sinn in erster Linie nicht durch das rationale Denken, sondern vielmehr durch  das innere Empfinden.

 
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